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Technische Informationen zu Windwächtern

Der Trend geht dahin, bei der Installation einer Markise gleich einen sogenannten Windwächter mit einzubauen. Der Windwächter kann allerdings auch jederzeit nachträglich eingebaut werden. Der Windwächter hat die Aufgabe, die Windgeschwindigkeit zu messen. Überschreitet sie einen bestimmen, meist vordefinierten Wert, löst der Windwächter einen Impuls aus und dem elektromotorischen Antrieb der Markise den Befehl die Markise einzufahren. Das ist das Grundprinzip sowie die Aufgabe, die der Windwächter auszuführen hat. Die Windwächter unterscheiden sich natürlich in ihrer Bauweise und der Art der Auslösung. Es gibt sowohl Windwächter, die herstellerspezifisch zu einer bestimmten Markise gehören als auch Windwächter, die unabhängig von einer herstellerspezifischen Markise eingesetzt werden können. Auch im Preis gibt es eine erhebliche Spanne.

Funktionen eines Windwächters

Der Windwächter kann dazu eingesetzt werden, die Markise entweder manuell oder automatisch zu steuern. Steuert der Windwächter automatisch, benötigt er eine bestimmte Einstellung. Es muss ein Sollwert für die Windgeschwindigkeit – der entscheidende Parameter – eingestellt werden. Wenn dieser Wert erreicht wurde, muss der Windwächter dies entweder durch Verbindung über Kabel oder per Funk der Markisensteuerung melden. Diese wiederum setzt ihrerseits den Elektromotor in Betrieb, der die Markise auf- und einfährt. In vielen Fällen hat der Windwächter auch die Funktion eines Tippschalters eingebaut, sodass mit dieser Tippfunktion die Markise schrittweise bewegt werden kann und damit auch die Lamellen stufenlos verändert werden können. Der Windwächter kann übrigens auch genutzt werden, um ein Dachfenster bei aufkommendem Wind zu schließen.



Technische Daten eines Windwächters

Im Fachjargon spricht man von außen liegenden Beschattungssystemen, wie beispielsweise Markisen oder Jalousien. Der Windwächter ist ein Schutzgerät für diese außen liegenden Beschattungssysteme. Der Windwächter besteht aus einem Windrad, welches die Windgeschwindigkeit permanent misst und einem Anschlussgerät. Das Anschlussgerät besteht aus dem Grundgehäuse und einer Abdeckhaube und in den meisten Fällen aus einem Tragrahmen für das Grundgehäuse. Das Anschlussgerät wird in den meisten Fällen auf Putz angebracht und ist mit einem Kabel mit dem Windwächter verbunden. Der Windwächter arbeitet in der Regel mit einer Betriebsspannung von 230 V bei einer Frequenz von 50 Hz. Die Leistungsaufnahme ist sehr überschaubar und liegt in der Regel nicht über 10 W. Die Schaltleistung liegt in einem Bereich von 4 bis 6 Ampere. In unseren Breitengraden sind Betriebstemperaturen von -25 bis 50 °C üblich. Normalerweise verfügen die Windwächter über eine Schutzart von IP 54, teilweise auch IP 65. In aller Regel besitzt der Windwächter einige DIP-Schalter oder einen Potenziometer zur Einstellung des Sollwertes für die Windgeschwindigkeit. Je nach Stellung der DIP-Schalter ist ein bestimmter Sollwert für die Windgeschwindigkeit eingestellt. Wenn dieser Sollwert überschritten wird, wird die Markise sofort eingefahren. Die Markise wird erst nach einer sogenannten Rückstellverzögerung zurückgefahren. Diese liegt üblicherweise zwischen 10 und 20 Minuten. Damit soll gewährleistet werden, dass die Markise sofort wieder ausgefahren wird, was zu einer Zerstörung bei einem beginnenden Sturm führen könnte. Die Windwächter sind gegen Fehlfunktionen wie beispielsweise Ausfall der Elektronik geschützt. In diesem Fall kann die Markise überhaupt nicht ausgefahren werden. Werksseitig sind die Windwächter auf einen bestimmten Wert eingestellt, der üblicherweise bei einer Windgeschwindigkeit von 8 m/s bzw. 28,8 km/h liegt. Nach der Installation der Markise muss der Windwächter in der Regel nochmals eingestellt werden. Die Installation muss nach geltenden VDE-Bestimmungen, vor allem nach DIN VDE 0100/0700 sowie den Vorschriften der örtlichen Energieversorgungsunternehmen und den Unfallverhütungsvorschriften erfolgen.



Die elektrische Steuerung

Der Windwächter sowie das Anschlussgerät werden einfach zwischen den Elektromotor der Markise und der Stromzuleitung geklemmt. Das Windrad wird in Nähe zur Markise oder Jalousie montiert. Wichtig ist, dass das Windrad auf keinen Fall im Schatten bzw. Windschatten liegt. Würde das Windrad im Windschatten liegen, würde es überhaupt nicht realisieren, wenn die Windgeschwindigkeit ansteigt und zu einem Sturm anwächst. Die richtige Lage des Windrades ist der entscheidende Faktor überhaupt. Der Windwächter kann mit seiner Steuerung entweder über die eigene Fernbedienung oder über die Fernbedienung der Markisensteuerung bedient werden. Dort kann auch auf Automatik- oder manuellen Betrieb umgeschaltet werden.


Technische Informationen zu Windwächter







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