Ausstattung einer Markise
Wenn heute eine Markise montiert wird, gehört ein Windwächter meist mit zur Ausstattung. Im Vergleich zu den Gesamtkosten ist der Preis für den Windwächter vergleichsweise gering. Bedenkt man, welche Kosten durch einen Schaden hervorgerufen werden, die durch einen Sturm entstehen können, ist es ratsam, einen Windwächter zu installieren. Die Kosten für den Windwächter haben sich bereits nach dem ersten heftigen Sturm amortisiert. Windwächter bestehen im Wesentlichen aus einem Windrad und einer kleinen Auswertungsdose. Der Windwächter hat einen eingestellten Sollwert, den der Bediener selbst einstellen kann (entweder über DIP-Schalter oder einen Potenziometer). Das Windrad vom Windwächter soll die Windgeschwindigkeit messen und bei Überschreiten des Sollwerts einen Befehl an die Steuerung schicken, die Markise einzufahren. Das ist zunächst eine sehr simple, aber umso wichtigere Aufgabe, die der Windwächter zu erfüllen hat. Ohne einen Windwächter kann es leicht passieren, dass ein Sturm losbricht, während niemand zuhause ist. Am Ende liegt die Markise vielleicht im Garten des Nachbarn und hat dort womöglich noch einen zusätzlichen Schaden angerichtet. Umso wichtiger, dass der Windwächter an der richtigen Stelle positioniert ist. Er sollte nahe der Markise montiert sein, auf keinen Fall an einer windstillen Stelle. Dies würde dazu führen, dass der Windwächter eine normale Windgeschwindigkeit misst, obwohl schon längst ein Sturm um das Haus tobt. Teilweise muss erst ein wenig experimentiert werden, bevor die optimale Position für den Windwächter gefunden wurde.
Die Bestandteile einer kompletten Anlage
Hauptbestandteil jeder Anlage ist natürlich der Kasten, der das Markisentuch aufnimmt. Sehr wichtig ist auch der Windwächter, der die Markise bei zu starkem Wind schützen soll und sie deshalb einfahren lässt. Es gibt verschiedene Ausführungen, die in Frage kommen. Es gibt komplett geschlossene Kästen und teils offene Kästen. Der teils offene Kasten ist nur sinnvoll, wenn der komplette Kasten unter einem Balkon oder einem Mauervorsprung montiert ist. Ist er außen an der Hauswand angebracht, wird das Markisentuch bei jedem Regen nass, was vermieden werden sollte. In diesem Fall ist eine geschlossene Ausführung zu empfehlen. Zum Kasten gehört auch der Motorantrieb, der über einen Rohrmotor gewährleistet wird. Dieser ist normalerweise mit Endschaltern ausgerüstet, um ein exaktes Abschalten der Anlage zu gewährleisten. Der Motor kann über einen Schalter manuell ein- und ausgeschaltet werden. Denkbar ist auch die Betätigung über einen Windwächter, der bei zu starkem Wind zum Schutz der Markise diese einfahren lässt. Der Windwächter löst in der Regel ein Signal aus, welches den Motor in Gang setzt. Genauso kann der Motor auch per Funk betätigt werden, entweder über einen Handsender oder einen Funkwandsender. Dann kann die Markise eingefahren werden, obwohl man schon im Bett liegt. Wenn es mehrere Markisen oder Jalousien gibt, werden diese üblicherweise einzeln gesteuert. Sie können aber je nach Programmierung auch zusammen gesteuert werden. Die Steuerungen sind meist so aufgebaut, dass bei Netzausfall die Einstellungen über eine Pufferbatterie gespeichert werden. Die Windwächter sind in vielen Fällen über eine sogenannte Drahtbrucherkennung abgesichert. Sobald die elektrische Verbindung zum Windwächter unterbrochen ist, wird dies der Steuerung gemeldet. Wenn der Windwächter beispielsweise durch einen Elektronikfehler ausfällt, kann die Markise nicht mehr ausgefahren werden. Zu den Sonderausstattungen von Markisen gehören beispielsweise eine zusätzliche Markisenschutzhülle oder ein Aluminium-Schutzdach. In den meisten Fällen gehört die Neigungsverstellung zur Standardausführung. Da die überwiegende Zahl mit elektromotorischem Antrieb ausgestattet ist, gehört eine Handkurbel heute zur Sonderausstattung. Die Elektromotoren, die entweder über Schalter oder per Funk angesteuert werden, können in der Regel rechts wie links angebracht werden. Jederzeit kann auch eine Fernbedienung nachgerüstet werden, allerdings nur in Verbindung mit einem Elektromotor.
Technische Daten eines Windwächters
Windwächter gibt es in ganz unterschiedlichen Ausführungen. Es gibt Windwächter sowohl mit elektronischen als auch mit elektrischen Bauteilen. Eine sehr robuste Ausführung kann auch mit Relais ausgeführt sein. In diesem Fall passiert folgendes: Wird der eingestellte Sollwert überschritten und ist die Ausschaltverzögerung abgelaufen, fällt das interne Steuerrelais ab. Damit wird ein Impuls an die Steuerung der Antriebsmotoren gesendet und die Markise wird eingefahren. Sobald der Sollwert wieder unterschritten wird, zieht das Steuerrelais wieder an. Allerdings ist eine Zeitverzögerung je nach Einstellung von 10-15 Minuten eingebaut, damit die Markise nicht sofort wieder ausgefahren wird, was bei einem plötzlich aufkommendem starken Wind zu einem großen Schaden führen könnte. Dieser Windwächter wird insbesondere zur Steuerung von Lüftungsklappen in Gewächshäusern eingesetzt oder für Rauchwarnanlagen. Üblicherweise sind Windwächter heute funkgesteuert. Alle Bedienteile sind mit einem integrierten Funkempfänger ausgerüstet und können somit bequem mit Knopfdruck gesteuert werden. Oft verfügen sie auch über eine lernbare Motorlaufzeitbegrenzung, die eine einfache Anpassung an jede Markise oder Jalousie erlaubt. Eine übliche Empfängerfrequenz bei einem funkgesteuerten Windwächter sind 434 MHz. Die Windgeschwindigkeit lässt sich am Windwächter einstellen, üblich ist ein Einstellbereich von 10 bis 50 km/h. Bei größeren Windgeschwindigkeiten sollte auf jeden Fall über den Windwächter die Markise eingefahren werden. Der Windwächter benötigt eine 230 V-Versorgungsspannung.
Die elektrische Steuerung des Rohrmotors
Der Rohrmotor ist mit Endschaltern versehen, die verhindern, dass die Markise beim Ein- oder Ausfahren beschädigt wird. Der Rohrmotor kann entweder ganz konventionell über einen Schalter ein- und ausgeschaltet werden. Üblich ist jedoch heute, dass er über Funk ein- und ausgeschaltet wird. Meist wird eine programmierbare Steuerung eingesetzt. Der Bediener kann vorgeben, wann die Markise aus- und eingefahren wird. Zusätzlich ist ein Windwächter eingebaut, der bei Überschreiten des Sollwertes bei zu starkem Wind einen Befehl per Funk an die Steuerung gibt, die dann den Motor ansteuert, der die Markise einfährt. Mittlerweile gibt es auch Funksender, die durch eine Solarzelle aufgeladen werden. Ein Funkhandsender ist eine sehr bequeme Einrichtung, welcher die Möglichkeit bietet, zahlreiche Schaltbefehle auszuführen. Funkhandsender sind heute sehr reichweitenstark. Anstelle von Funkhandsendern gibt es auch Funk-Wandsender, die in eine Wand eingebaut sind. Hierüber können noch weitere Verbraucher gesteuert werden.




