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Tipps für Windwächter und Markisen

Wenn ein neues Haus gebaut wird, wird meist auch eine Terrasse (vielleicht auch mit Windwächter) gebaut. Meist stellt sich dann die Frage, wie die Terrasse überdacht werden soll: permanent mit einem Dach oder mit einer Markise, die aus- und eingefahren werden kann. Weitere Fragen sind, welche Markise die richtige ist? Worauf muss noch beim Kauf einer Markise geachtet werden? Soll die Markise manuell über Schalter oder per Funk (evtl. über Windwächter) gesteuert werden? Oder soll gar über Windwächter und möglicherweise Sonnendächer die Markise je nach Witterungsverhältnis ein- und ausgefahren werden. Viele Fragen, die oft nur der Fachmann erschöpfend beantworten kann. Zumal der Hausherr oft nur eine einzige Markise in seinem Leben anbringt und unter Umständen den Windwächter vergisst. Die Markise ist allerdings viel mehr als nur ein Sonnenschutz. Sie schützt vor UV-Strahlen und schont damit die Möbel, die auf der Terrasse stehen. Sie schützt aber auch vor Regen, sofern er nicht zu heftig ist. Sie schützt aber auch von neugierigen Blicken, wenn man nicht möchte, dass jeder sehen kann, welchen Kuchen man gerade isst. Hier ist beispielsweise darauf zu achten, dass die Jalousie tief genug ist, um wirklich vor neugierigen Blicken zu schützen. Diese Fragen sollten auf jeden Fall auch bedacht werden, um die optimale Markise zu kaufen. Aufgrund der Fülle der zu beachtenden Punkte sollte auf jeden Fall ein Fachmann zu Rate gezogen werden, der meist zu einem Windwächter raten wird. Vielleicht auch nur, um zwei oder drei Angebote zu erstellen, damit der Bauherr einen einigermaßen guten Überblick über die zu erwartenden Kosten bekommt. Wenn das Angebot inklusive dem Windwächter vorliegt, kann immer noch überlegt werden, ob es vielleicht Sinn macht, die Montage der Markise sowie den elektrischen Anschluss selbst vorzunehmen.



Die Einbausituation für den Windwächter beachten

Die Einbausituation für die Markise und den Windwächter muss auf jeden Fall bedacht werden. Wenn die Markise unter einem Balkon oder Mauervorsprung angebracht wird, kann die Gelenkmarkise ruhig offen sein mit einem freiliegenden Tuch. Möglicherweise kann bei dieser Anordnung auch der Empfänger vom Windwächter unter dem Balkon angebracht werden. Ist die Markise hingegen außen an der Hauswand angebracht, ist sie Wind und Wetter ganz anders ausgesetzt. Dann muss auch ein neuer Platz für den Windwächter gefunden werden. Der Windwächter muss vor allem gegen Regen gut geschützt sein. In diesem Fall sollte die Gelenkmarkise in jedem Fall geschlossen sein, um das Tuch zu schützen. Dafür gibt es sogenannte Hülsenmarkisen. Weitere Ausführungen sind die Halbkassette, die durch ein großes Ausfallprofil die Markise im geschlossenen Zustand schützt. Eine nicht unwesentliche Frage ist die nach der Fläche, die beschattet werden soll. Je größer die Fläche sein soll, desto größer sollte auch der Markisenausfall sein. Üblicherweise wird empfohlen, den Ausfall einen halben Meter länger als die Tiefe der Terrasse zu wählen. Manche Hersteller von Markisen bieten grundsätzlich ihre Modelle mit einem Ausfall von vier Metern an. Wenn die Terrasse oder der Balkon frei einsehbar sind, gibt es Modelle, die ein im Ausfallprofil integriertes Tuch haben, das stufenlos senkrecht ausfahrbar ist. Solch eine Ausführung ist besonders bei starkem Wind gefährdet, der Windwächter sollte hier obligatorisch sein. Damit ist man komplett vor neugierigen Blicken und der tief stehenden Sonne geschützt. Wie bereits erwähnt gibt es auch Markisen, die durchaus vor Regen schützen. Meist wird diese über einen Regenwächter, der genauso wie der Windwächter Befehle an die Steuerung sendet, die Markise einzufahren. Die Markise kann allerdings nur leichten Nieselregen ertragen, und dann auch nur, wenn die Markise eine bestimmte Neigung aufweist. Die Markise kann dann erst eingefahren werden, wenn das Tuch trocken ist. Es gibt Hersteller, die Markisen anbieten, die selbst bei starkem Regen ausgefahren bleiben können. Diese Markisen haben eine integrierte Regenrinne, die das Wasser ablaufen lässt.



Komfortausführungen mit Windwächter
Es gibt sehr edle und bequeme Ausführungen von Markisen. Dabei ist das Zubehör – beispielsweise ein Windwächter – sehr reichhaltig. In vermutlich allen Fällen sind alle Komfortausführungen mit einem Windwächter versehen. Der Windwächter hat folgende Funktion. Über ein Windrad, welches an einer guten Position am Haus angebracht ist, misst er die Windgeschwindigkeit. Der Windwächter hat einen eingestellten Sollwert, der variabel eingestellt werden kann. Sobald die Windgeschwindigkeit den eingestellten Sollwert überschreitet, schickt der Windwächter einen Befehl an die Steuerung, die Markise einzufahren. Dies geschieht innerhalb eines Zeitraums von 3-5 Sekunden. Danach kann die Markise für die nächsten 10-15 Minuten nicht mehr ausgefahren werden. Das ist ein Schutzmechanismus für die Markise, um sie vor Zerstörung zu schützen, sollte gerade dann ein starker Sturm einsetzen, wenn die Markise ausgefahren wird. Der Windwächter ist also ein enorm wichtiges Bauteil, der die Markise vor einem größeren Schaden bewahren soll. Der Windwächter soll vor allem dann seine Notwendigkeit zeigen, wenn die Markise noch ausgefahren ist, niemand zuhause ist und ein starker Sturm mit heftigem Wind aufkommt. Wenn jemand zuhause ist, ist das weniger tragisch. Dann kann die Markise ja auch manuell eingefahren werden. Ist hingegen niemand zuhause und es ist kein Windwächter montiert, kann die Markise sehr schnell beschädigt oder zerstört werden. Die Anschaffung eines Windwächters fällt bei einer Komplettmontage gar nicht so sehr ins Gewicht. Ungleich teurer wird es, wenn die Markise bei einem Sturm beschädigt oder gar zerstört wird. Deswegen hat sich der Preis für einen Windwächter bereits nach dem ersten richtigen Sturm amortisiert. Entscheidend für eine korrekte Funktion für den Windwächter ist seine Lage. Er sollte möglichst nahe der Markise angebracht werden. Allerdings auf keinen Fall dort, wo der Wind durch irgendwelche Hindernisse gebrochen wird. Dort hätte der Windwächter keine Funktion, denn er würde noch lange keinen Befehl zum Einfahren senden, obwohl schon ein richtiger Sturm tobt. Unter Umständen sollte versuchsweise an verschiedenen Positionen gemessen werden, vielleicht muss auch der Windwächter an zwei oder drei unterschiedlichen Positionen getestet werden.

Nachträglicher Einbau eines Windwächters
Das ist überhaupt kein Problem. Der Windwächter kann jederzeit auch nachträglich an eine bestehende Steuerung angebaut werden. Denn er hat ja keine mechanische Verbindung mit der Markise. Er muss lediglich in die Steuerung integriert werden. Der Befehl vom Windwächter kann leicht per Funk übertragen werden. Das Empfangsgerät vom Windwächter sowie das Windrad brauchen lediglich einen 230 V-Anschluss, was auch für den nachträglichen Einbau kein Problem sein sollte. Der nachträgliche Einbau von einem Windwächter kann notwendig werden, wenn bereits mehrfach vergessen wurde, die Markise einzufahren und sie schon erste Beschädigungen aufweist. Der nachträgliche Einbau eines Windwächters kann aber auch deswegen notwendig sein, weil der Nachbar vielleicht alle großen Bäume umgesägt hat und jetzt der Wind mit einer ganz anderen Wucht um das Haus fegt. Dann hilft ein nachträglicher Einbau, die Markise vor künftigen Schäden zu sichern. Wenn es sich um einen Altbau handelt, muss vielleicht nur die bestehende Markise (zusätzlich ein Windwächter) durch eine neue ersetzt werden. Möglicherweise können einige Dinge wie das Abmontieren der alten Markise übernommen werden. Ebenso kann wohl auch der elektrische Anschluss (für den Windwächter) weiter genutzt werden. Das hält den möglichen Aufwand und auch die Kosten in einem akzeptablen Umfang. Wenn zwei bis drei handwerklich geschickte Personen eine Markise montieren, inklusive der elektrischen Anschlüsse und des Windwächters, sollte dies normalerweise in einem halben Tag erledigt sein.




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