Planung und Montage einer Markise
Beim Neubau eines Hauses oder auch bei der Modernisierung eines Hauses geht es auch um die Frage der Beschattung der Sonnenterrasse inklusive der Frage nach einem Windwächter. Bei der Planung sind verschiedene Aspekte (u. a. Installation eines Windwächters) zu berücksichtigen. Grundsätzlich ist zu klären, ob der Antrieb der Markise manuell oder mit einem elektrischen Antrieb (automatisch ausgelöst durch einen Windwächter) auszuführen ist. Beim elektrischen Antrieb gibt es die Variante der Betätigung über elektrische Schalter, die komplette Ansteuerung über Funk oder die automatische Auslösung über einen Windwächter oder einen Sonnenwächter. Zusätzlich muss die Frage geklärt werden, ob die Markise bzw. Jalousie bei bestimmten Bedingungen automatisch ein- oder ausgefahren werden soll (z. B. ausgelöst durch einen Windwächter). Spezielle Bedingungen sind beispielsweise plötzlich aufkommender Sturm, Regen, Hagel oder starker Sonnenschein; falls die Hausbesitzer vergessen haben, die Markise einzufahren, kann bei einem Sturm der Windwächter den Befehl zum Einfahren auslösen. Weitere zu klärende Fragen sind, ob die Kassettenform geschlossen oder offen ausgeführt sein soll. Dann gilt es auch abzuwägen, ob die Montage (inklusive dem Windwächter) möglicherweise selbst oder nur von einer Baufirma ausgeführt werden kann. Schließlich ist auch nicht unerheblich, über welchen Zeitraum sich die komplette Montage hinziehen wird. Bei einem bestehenden Haus sind möglicherweise schon eine alte Markise und gar ein Windwächter vorhanden, wobei die Montagepunkte eventuell übernommen werden können. Unter Umständen kann auch die Stromleitung für die bisherige Markise sowie den Windwächter genutzt werden. Dadurch ergeben sich gewisse Vorgaben für die konkrete Planung. Bei einem Neubau ist der Bauherr auch bei der Anbringung eines Windwächters davon völlig unabhängig. Die alles entscheidende Frage sind vermutlich die der voraussichtlichen Kosten. Unter Berücksichtigung aller dieser Fragen ist es möglicherweise sinnvoll, eine Fachfirma mit der Ausarbeitung von zwei oder drei Angeboten zu beauftragen, damit dann in Ruhe das passende Angebot ausgewählt werden kann.
Die praktische Ausführung der Montage
Hat man sich für einen Funkantrieb entschieden, kann die Montage leicht von handwerklich begabten Personen selbst ausgeführt werden. Die Markise mit dem integrierten Rohrmotor mit integriertem Empfänger kann komplett bestellt werden. Lediglich die Länge muss passend ausgemessen werden. In der Regel wird die Markise direkt an der Hauswand oder unter der Decke der Terrasse angeschraubt. Für die Elektrik wird lediglich ein 230 V-Anschluss benötigt. Eventuell kann bei einer Nachrüstung die bisherige Leitung genutzt werden. Nun muss der eigentliche Windwächter angebracht werden. Der Windwächter besteht aus einem Windrad, der an einer Stelle angebracht werden sollte, die sich in Nähe der Markise befindet. Der Windwächter bzw. das Windrad darf auf keinen Fall im Windschatten sitzen, dies würde eine Fehlfunktion bewirken, weil der Sensor nie eine hohe Windgeschwindigkeit messen würde. Über einen integrierten Sender meldet der Windwächter seine Befehle an einen Empfänger im Funkantrieb. Der Windwächter benötigt natürlich einen 230 V-Anschluss. Die Funk-Fernbedienung hat in der Regel die Möglichkeit, die Automatik auszuschalten, sodass die Markise auch manuell ein- und ausgefahren werden kann. In der Praxis wird wohl immer eine Kombination aus einem Windwächter und einem Sonnenwächter, teilweise auch noch mit einem Regenwächter eingebaut. So kann beispielsweise nach einem heißen Sommertag die Markise noch ausgefahren bleiben. Damit bleibt es auf der Terrasse länger warm und die Hausbesitzer können länger auf der Terrasse verweilen. Auf der anderen Seite kann bei leichtem Regen die Markise manuell ausgefahren werden, wenn die Familie dort gerade Kaffee trinken möchte.
Die Einbindung der Funksteuerung in die Haussteuerung
Wird die Markise über eine Funksteuerung manuell und über einen Windwächter automatisch betätigt, bietet es sich an, diese Funksteuerung in ein sogenanntes bi-direktionales Funksystem innerhalb des Hauses zu integrieren. Damit werden unterschiedliche Endgeräte wie Licht, Fernseher, Radio, Musikanlage, PC und auch der Windwächter automatisch ein- und ausgeschaltet bzw. ein- und ausgefahren. Jedes einzelne Gerät und damit auch die Markise kann natürlich auch manuell ein- und ausgeschaltet werden. Somit hat der Hausherr jederzeit Kontrolle darüber, welche Verbraucher gerade eingeschaltet sind. Es ist eine zusätzliche Sicherheitsstufe gerade auch für die Markise. Wenn dort beispielsweise die Funksteuerung ausfällt, kann die Markise nicht mehr ausgefahren werden. Fällt im ausgefahrenen Zustand die Markise aus, kann sie nicht mehr eingefahren werden. Diese Störung wird dann über das bi-direktionale Funksystem innerhalb des Hauses gemeldet. Der Windwächter muss kompatibel zum Haus-Funksystem sein, was in der Regel auch funktioniert. Wenn eine neue Markise montiert wird, wird der Windwächter passend zum Gesamtsystem gewählt. Der Windwächter ist auf jeden Fall eine sehr sinnvolle Investition. Man stelle sich vor, die Markise ist ausgefahren und niemand ist im Haus. Dann kommt ein gewaltiger Sturm auf und zerfetzt die Markise komplett und beschädigt auch die Befestigung. Der Schaden ist enorm und deutlich teurer als die Anschaffung und Montage eines Windwächters. Das Fazit: Mit einem Windwächter hätte man viel Geld gespart.




